Ruprechtsviertel

Römermuseum

Im Hause Hoher Markt 3 ist das Römermuseum untergebracht.

Römermuseum Strassenfront

Bei Kanalbauarbeiten in den Jahren 1948/49 (siehe auch unten angefügten Zeitungsausschnitt) fand man etwa 6 Meter unter dem Strassenniveau Reste von Gebäuden des römischen Legionslagers. Es gelang diese zu konservieren, die Grabungen wurden erweitert und schliesslich 1950 erstmals als unterirdisches Museum zugänglich gemacht.

2007/2008 wurde das Museum grosszügig erweitert, der Eingangsbereich auf das Strassenniveau verlegt und in einer oberen Etage zusätzliche Ausstellungsflächen geschaffen.

Erstmals wird hier versucht, nicht nur Fundstücke zu präsentieren, sondern auch auf verschiedenste Aspekte des Zusammenlebens von nahezu 30.000 Menschen, davon 6.000 Legionären, Einheimischen und Zugezogenen, Handwerkern, Händlern und Bauern vor etwa 1900 Jahren aufzuzeigen.

Es werden die neuesten archäologischen Forschungs-ergebnisse, betreffend des Lagers aber auch der Zivilstadt, gezeigt. Nicht nur Kunstgegenstände sondern auch Gegenstände des täglichen Lagerlebens werden in zahlreichen Vitrinen dargeboten.

Mittels mehrerer Groß-Monitore werden Computer-Simulationen vom römischen Vindobona gezeigt. Sie bieten eine interessante Zeitreise und zeigen in perfekten dreidimensionalen Bildanimationen das Militärlager sowie die Zivilstadt mit vielen Details. So erhält man auch einen Überblick über die genial angelegte Wasserversorgung der Römischen Ansiedlung aus dem Quellgebiet der Liesing, 20km südlich von Vindobona.

Das Museum ist eine Außenstelle des Historischen Museums der Stadt Wien

Öffnungszeiten: Di. - So.  9-13h sowie 14-17h

www.wienmuseum.at

Das neue Römermuseum
Fundstücke Zierstein mit Sonnenschild
Waffenfries von der Porta principalis dextra, 1895 gefunden
Ausgrabung Rabensteig, 1902

Plan der Ausgrabungen am Rabensteig im Jahre 1902

1902 konnten im Bereich des Rabensteigs durch die Aufdeckung von Teilen der Befestigungsanlagen des Legionslagers  der genaue Umfang des Lagers ermittelt werden.

Römische Ruinen unter dem Hohen Markt

Im hier anwählbaren Plan-Ausschnitt gewinnt man einen Überblick über die Lage der Mauerreste unter der Fahrbahn des Hohen Markts. Über einen Abgang im Museum gelangt man in diesen Ausstellungsbereich. Man sieht die Mauer-Reste zweier Offiziers-Villen des Legionslagers. Die beiden Häuser, welche durch eine Strasse getrennt sind, weisen teilweise Fussbodenheizungen in Form von Schlauchheizungen, sog. “Hypocaustheizungen”  auf.

Hypocaustheizung

Hier einige Ausschnitte eines Zeitungsartikels vom WIENER KURIER aus dem Jahre 1950, den Anfangstagen des Römermuseums am Hohen Markt:

Das Römermuseum 1950