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Berghof
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Auf dem Gebiet des alten römischen Vindobona entstand eine Restsiedlung, in deren Zentrum ein Gebäude stand, das spätestens ab dem 13. Jahrhundert als Berghof bekannt war. Der Berghof gilt als Keimzelle des späteren Wien. Siehe auch im Pfad “Historie” > “Stadtentwicklung” die Seiten “Keimzelle Wiens”, “Wien vom 5. bis 8.Jhdt” etc.
Der Berghof befand sich auf dem Gebiet des Häuserblocks Hoher Markt - Marc-Aurel-Straße - Sterngasse - Judengasse, in unmittelbarer Nähe der Ruprechtskirche.
Angesichts der gefährlichen Zeiten nach Abzug der römischen Truppen darf man sich den Berghof als wehrhaftes, solides Gebäude vorstellen. Die Historiker glauben beweisen zu können, dass mit dem Berghof die Siedlungskontinuität im Wiener Raum seit der Römerzeit bewiesen werden kann.
Im Jahre 1280 wird im "Fürstenbuch" von Jans dem Enikel der Komplex mit dem Namen "Perichhoff” = Berghof erwähnt. Das Fürstenbuch bezieht sich auf das 11.Jahrhundert. Laut Fürstenbuch soll der Ort damals noch heidnisch gewesen sein.
Zwischen Berghof und Ruprechtskirche befand sich der Kienmarkt, der erste mittelalterliche Markt Wiens.
Auf einer Karte (einem Entwurf von Frau Prof. Dr. Herta Ladenbauer) abgebildet im Unter-Kapitel “Historie” > “Stadt-Entwicklung” > “Keimzelle Wiens” sieht man grob die römischen Befestigungsanlagen und die Lagereinteilung. Im frühen Mittelalter waren offensichtlich nur noch das westliche und südliche Lagertor intakt. Die römische Strassenstruktur war in dieser frühen Entstehungsphase dieser Siedlung wohl schon verlorengegangen. Die alten Strassenzüge (Salvatorgasse, Wipplingerstraße und Tuchlauben) führten sternförmig zur damals wohl einzigen befestigten Anlage (dem Berghof). Wie Untersuchungen bei Abrissarbeiten der 1945 zerstörten Häuser am Hohen Markt (Palais Sina und Wimpffen) und später bei Erweiterungsarbeiten in der Sterngasse, ergaben, benutzte diese Burganlage bestehenden römischen Fundamente.
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