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Belvedere-Filmaus Wikipedia, der freien EnzyklopädieDie Belvedere-Film war eine 1946 gegründete Wiener Filmproduktionsgesellschaft. Gründer waren der erfahrene 57-jährige Filmschaffende Emmerich Hanus und die damals 22-jährige Opernsängerin und Schauspielerin Elfi von dassanowsky, sowie der formale Geschätsführer Dr. August Diglas, sowie weitere Kollegen als Geldgeber. Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es eine gleichnamige, nur kurz existente, Filmproduktionsgesellschaft des Grafen Czernin.GeschichteWie Emmerich Hanus wollte auch Elfi von Dassanowsky mehr als nur einzelne unabhängige Filme, oder Filme in Zusammenarbeit mit verschiedenen Alliierten-Mächten, die im besetzten Nachkriegswien die Kontrolle über die größeren Produktionsstudios ausübten, machen. Hanus wollte eine neue Tradition von schauspielerischem und technischem Talent pflegen, und zwar in einem neuen Studio, welches neue Ideen respektieren und auch die technische Perfektion des Wien-Films wieder aufnehmen würde. Die Belvedere-Film brachte viele alte Stars wieder auf die Leinwand zurück und entdeckte auch viele neue. In “Glücksmühle" spielten Thea Weis, Karl Skraup und Leopold Esterle. Die darauf folgende Komödie “Wer küsst wen?” aus dem Jahre 1947 wurde für Trude Marlen und Wolf Albach-Retty geschrieben, welcher von dem Burgschauspieler Alexander Trojan am Anfang der Produktion ersetzt wurde. In der Komödie “Der Leberfleck” (1948) standen unter Regie von Rudolf Carl die berühmten Komiker Oskar Sima, Fritz Imhofff und Carl selbst wieder gemeinsam vor der Kamera. Der damals junge Theaterstar Oskar Werner sollte von Elfi von Dassanowsky zum Eintritt in die Filmwelt überredet werden. Doch während sie und Hanus nach einer passenden Rolle für ihn suchten, um seine bemerkenswerten Talente zu zeigen, stellte von Dassanowskys alter Arbeitgeber, der Wien-Film Regisseur Karl Hartl, ihn in “Engel mit der Posaune” ein, womit er weltbekannt wurde. Doch mit der damaligen Miss Austria Nadja Tiller, der jungen Evelyn Künnecke und dem Kabarettisten Gunther Philipp entdeckte die Belvedere-Film Talente, die rasch zu Fixgrößen des Österreichischen Films zählten. Ihre ersten Filmrollen absolvierten sie in der extravaganten musikalischen Satire “Das Märchen vom Glück” (1949), die auch Maria Holst ihre Comeback-Rolle und O. W. Fischer seine erste, und möglicherweise auch einzige Sängerrolle einbrachte. |
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Der 2001 veröffentlichte Kurzfilm “Semmelweis" wurde vierfach ausgezeichnet, unter anderem in New York, Houston, Parma, und beim Festival of Nations in Österreich. Studios und Drehorte Das besondere der 1946 neu gegründeten Belvedere-Film unter den vielen anderen Neugründungen der Nachkriegszeit war, dass es Österreichs erstes neues Studio war. Eine sich selbst tragende Anstalt für die Entwicklung von Talenten und Produktionen. Die Studios und zugleich Sitz der Gesellschaft waren im eleganten Jugendstilgebäude am Bauernmarkt 24 untergebracht, welches vom Wiener Architekten Anton Hein, wie das gesamte Bauernmarkt-Fleischmarkt-Viertel, im Jahre 1913 entworfen worden war. Im obersten Geschoss des selben Gebäudes befand sich anfangs ein Stummfilmatelier. 1933 wurde dort das Lehrinstitut für Tonfilmkunst gegründet, wo unter anderen Ernst Lubitsch, Heinz Hanus, Karl Farkas, Artur Berger, Franz Herterich und Hans Theyer lehrten. In der Wien-Film-Zeit wurde es als zusätzliches Filmstudio zum Rosenhügel gebraucht. In den ersten Jahren wurde jede mögliche Räumlichkeit des in den letzten Kriegsjahren beschädigten Gebäudes benutzt. Das Fensterglas und ein Großteil der Einrichtung fehlte. Wie Marielies Färingk in ihrem Artikel über den Besuch der Studios in einer Ausgabe von “Mein Film” 1947 schrieb, hatte die Belvedere-Film aber bald Büroräume, Kulissen- und Kostümfundus, Garderoben, Werkräume für Bau und Schnitt, eine Tonkabine und zwei Aufnahmehallen, die Raum für mittlere Dekoration boten. |
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